Förderprogramm

Soforthilfe V – Corona Zuschuss für KMU

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Corona-Hilfe, Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet:
Berlin
Förderberechtigte:
Unternehmen
Fördergeber:

Investitionsbank Berlin (IBB)

Ansprechpunkt:

Investitionsbank Berlin (IBB)

Bundesallee 210

10719 Berlin

Tel: 030 21254747

Fax: 030 21252020

Investitionsbank Berlin

Weiterführende Links:
Soforthilfe V

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie als Unternehmen aufgrund der Corona-Krise in Existenznot geraten sind, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Tilgungszuschuss erhalten.

Volltext

Das Land Berlin unterstützt Ihr Unternehmen bei der Tilgung, wenn es seinen Liquiditätsbedarf durch den KfW-Schnellkredit 2020 oder mithilfe eines Kredits aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 deckt.

Sie bekommen die Förderung zur Begleichung betrieblich verursachter Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden 3 Monaten. Dazu zählen etwa

  • Miete für Gewerberäume,
  • gewerbliche Versicherungen,
  • Kredite und Leasingraten für gewerblich genutzte Güter und Einrichtungen.

Als ein Unternehmen aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Tourismus können Sie grundsätzlich betrieblich verursachte Verbindlichkeiten für bis zu 6 Monate, maximal jedoch bis zum 31.12.2020, geltend machen.

Die Förderung erhalten Sie als Tilgungszuschuss.

Die Höhe des Zuschusses beträgt bei einem Tilgungszuschuss bis zu 20 Prozent der Darlehenssumme, maximal jedoch EUR 160.000,

Ihre Registrierung für den Tilgungszuschuss richten Sie ausschließlich online an die Investitionsbank Berlin (IBB).

Sie dürfen nur einen Antrag pro Unternehmen stellen. Bei mehreren Betriebsstätten können Sie nur einen Antrag für das verbundene Unternehmen beziehungsweise die Unternehmensgruppe stellen.

Zusatzinfos 

Fristen

Ihren Antrag stellen Sie bis zum 31.12.2020.

rechtliche Voraussetzungen

Die Förderung ist an folgende Bedingungen geknüpft:

Antragsberechtigt sind

  • Angehörige der Freien Berufe sowie
  • kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gemäß KMU-Definition der EU mit 10 bis 100 Beschäftigten und Sitz oder Betriebsstätte in Berlin.

Mehr als 50 Prozent der Beschäftigten Ihres Unternehmens müssen in Berlin tätig sein oder Ihr Unternehmen muss mehr als 50 Prozent des Umsatzes in Berlin erwirtschaften. Beim Liquiditätsbedarf dürfen Sie nur Berliner Betriebsstätten berücksichtigen.

Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen, die sich am 31.12.2019 bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Überblick Soforthilfe V

Wer darf den Zuschuss beantragen?

  • Unternehmen des Berliner Mittelstands
  • mit Betriebsstätte bzw. Sitz in Berlin (steuerlich gemeldet und veranlagt in Berlin)
  • mit über 10 und bis zu 100 Beschäftigten
  • die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage geraten sind

Welche Art von Zuschuss gibt es?

  • primär: Tilgungszuschuss nachrangig zu einem KfW-Schnellkredit 2020 oder einem Kredit aus dem KfW-Sonderprogramm 2020
  • Sollte eine Kreditaufnahme nicht möglich sein oder der Liquiditätsbedarf über die Darlehenssumme des genehmigten Kredits hinausgehen: Soforthilfezuschüsse (schließt dann einen Tilgungszuschuss aus)

Wie hoch ist der Zuschuss?

  • Tilgungszuschuss: bis zu 20% der Darlehenssumme, max. jedoch 160.000 EUR
  • Soforthilfezuschüsse: in der Regel bis zu 25.000 EUR
  • in begründeten Ausnahmefällen auch über 25.000 EUR (Tiefenprüfung des tatsächlichen Liquiditätsbedarfs über die gesamte beantragte Soforthilfe anhand einzureichender Unterlagen)

Wofür kann der Zuschuss genutzt werden?

  • betrieblich verursachte Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden 3 Monaten wie z.B.
    • Miet- und Nebenkosten sowie Pachtzahlungen für gewerblich genutzte Räume
    • gewerbliche Versicherungsbeiträge
    • Kredite und Leasingraten für gewerblich genutzte Güter und Einrichtungen (sofern keine Stundung gewährt wurde)
    • KFZ-Leasingkosten und Wartung (sofern das Fahrzeug für die wirtschaftliche Tätigkeit notwendig ist)
    • geschäftliche Telekommunikationskosten
    • laufende Kosten/Gebühren für Provider, Domaine(s), Webspaces etc. sowie Wartungskosten
    • Wartungskosten für Betriebs- und Geschäftsausstattung
    • Kosten für Marketing, Werbung u.ä.
    • Sonstiges

Für Unternehmen aus den Bereichen Gastronomie/Hotellerie/Tourismus können grundsätzlich betrieblich verursachte Verbindlichkeiten für bis zu 6 Monate maximal jedoch bis zum 31.12.2020 geltend gemacht werden.

Wie berechne ich die Anzahl meiner Beschäftigten?

  • Stichtag für die Berechnung der Anzahl der Beschäftigten ist der 31.12.2019. Für Unternehmen, die nach dem 31.12.2019 gegründet wurden, gilt der 11.03.2020 als Stichtag.
  • Es gilt die Wochenarbeitszeit.
  • Als Beschäftigter zählt, wer mit dem Unternehmen zum o.g. Stichtag einen laufenden Arbeits- bzw. Ausbildungsvertrag hat/hatte.
  • Umrechnung von Teilzeitkräften, Auszubildenden und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte:
    • Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,50
    • Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
    • Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1,00
    • Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,30

Was gibt es sonst noch zu beachten?

  • Es darf nur ein Antrag pro Unternehmen gestellt werden.
  • Bei mehreren Betriebsstätten (auch im gesamten Bundesgebiet) kann nur ein Antrag für das verbundene Unternehmen bzw. die Unternehmensgruppe gestellt werden. Voraussetzung ist, dass mehr als 50% der Beschäftigten in Berlin tätig sind oder mehr als 50% des Umsatzes in Berlin erwirtschaftet wird. Beim Liquiditätsbedarf dürfen nur Berliner Betriebsstätten berücksichtigt werden.
  • Für die Antragsberechtigung ist es ausreichend, wenn mindestens eine Betriebsstätte nicht mehr als 100 Beschäftigte hat.
  • Im Rahmen der Antragstellung ist eine Liquiditätsplanung über die kommenden 3 Monate (bzw. 6 Monate in den Bereichen Gastronomie/Hotellerie/Tourismus) aufzustellen und bei Aufforderung einzureichen.
  • Das Unternehmen darf nicht zum Stichtag 31.12.2019 ein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein.
  • Der Liquiditätsengpass muss durch die Corona-Krise hervorgerufen worden sein. Sollten die prognostizierten Liquiditätsengpässe doch nicht im vollen Umfang auftreten (Überkompensation), ist der Zuschuss zurückzuzahlen.
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