Förderprogramm

Innovationsförderung - Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Forschung & Innovation (themenspezifisch)
Fördergebiet:
Hessen
Förderberechtigte:
Hochschule, Forschungseinrichtung
Fördergeber:

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Ansprechpunkt:

House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH

Bessie-Coleman-Str. 7

60549 Frankfurt am Main

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Logistik und Mobilität planen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss in Höhe von bis zu EUR 250.000 pro Projekt erhalten.

Volltext

Das Land Hessen unterstützt Sie, wenn Sie innovative Projekte umsetzen, die aus dem Bereich Logistik und Mobilität stammen.

Sie erhalten die Förderung für die Grundlagen- und industrielle Forschung sowie experimentelle Entwicklungen, die in besonderem Landesinteresse stehen, ein innovatives Thema haben und einen starken Anwendungs- und Umsetzungsbezug erkennen lassen.

Sie erhalten die Förderung als Zuschuss zu Personal- und Sachausgaben.

Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 90 Prozent und in Ausnahmefällen bis zu 100 Prozent für Grundlagenforschung, bis zu 50 Prozent für industrielle Forschung und bis zu 25 Prozent für experimentelle Entwicklung.

Die Höhe der Förderung beträgt maximal EUR 250.000 je Projekt.

Das Antragsverfahren ist zweistufig. In der 1. Stufe reichen Sie Ihre Projektskizzen schriftlich und elektronisch als PDF bei der House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH ein. In der 2. Stufe richten Sie nach positiver Bewertung Ihren Antrag bitte an die House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH.

Zusatzinfos 

rechtliche Voraussetzungen

Die Förderung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft:

Sie sind antragsberechtigt, wenn Sie eine staatliche oder staatlich anerkannte private Hochschule sind. Bei Kooperationsprojekten mit Unternehmen stellen Sie den Antrag gemeinsam mit der Hochschule beziehungsweise dem Unternehmen.

Als außeruniversitäre gemeinnützige oder teilweise öffentliche Forschungseinrichtung oder sonstige Lehreinrichtung des tertiären Sektors (Dienstleistungssektor) mit entsprechendem fachlichem Schwerpunkt sind Sie den Hochschulen gleichgestellt.

Ihr Projekt muss Themen aus der Forschungsagenda von HOLM (House of Logistics and Mobility) aufgreifen.

Sie führen das Projekt über die Plattform von HOLM durch. In Ausnahmefällen können Sie Apparate an einem anderen Standort für geförderte Projekte nutzen.

Falls es sich um ein Kooperationsprojekt mit einem Unternehmen handelt, muss das Unternehmen entweder Mitglied im HOLM e. V oder HOLM-Förderpartner sein.

Bitte beachten Sie außerdem die Allgemeinen Förderbestimmungen zur Innovationsförderung.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Richtlinien des Landes Hessen zur Innovationsförderung, Teil II, Ziffer 2: Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität

2. Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität

2.1. Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität. Projekte, die Themen aus der HOLM (House of Logistics and Mobility)-Forschungsagenda aufgreifen, werden vorrangig gefördert. Das Projekt muss grundsätzlich über die Plattform des HOLM durchgeführt werden. In Ausnahmefällen kann HOLM einer Hochschule gestatten, ihre apparative Ausstattung an einem anderen Standort für geförderte Projekte zu nutzen.

2.2. Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind staatliche oder staatlich anerkannte private Hochschulen. Bei Kooperationsprojekten mit Unternehmen erfolgt die Antragstellung von Hochschulen und Unternehmen gemeinsam. Außeruniversitäre gemeinnützige oder zumindest teilweise öffentliche Forschungseinrichtungen sowie sonstige Lehreinrichtungen des tertiären Sektors (Dienstleistungssektor) mit entsprechendem fachlichem Schwerpunkt sind den Hochschulen gleichgestellt. Gefördert werden Projekte vorrangig von hessischen Antragsberechtigten, das Programm steht aber bei ausreichender Verfügbarkeit von Mitteln auch Antragsberechtigten aus anderen Regionen offen, die sich mit ihren Projekten im HOLM ansiedeln.

Bei Kooperationsprojekten mit Unternehmen müssen Unternehmen entweder Mitglied im HOLM e.V. oder HOLM-Förderpartner sein.

2.3. Zuwendungszweck

Ein Projektantrag muss nach der in Art. 25 Nr. 2 AGVO genannten Forschungskategorien zuzuordnen sein:

a) Grundlagenforschung

b) industrielle Forschung

c) experimentelle Entwicklung

und neben dem besonderen Interesse des Landes am Projektergebnis eines der folgenden Kriterien erfüllen:

a) innovatives Projektthema oder innovative Produktidee,

b) starker Anwendungs- und Umsetzungsbezug,

soweit dadurch keine anderen Projekte beeinträchtigt werden und keine anderen Gründe gegen eine Förderung sprechen.

2.4. Art und Umfang, Höhe der Förderung (Zuwendung)

Die Zuwendung wird als Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung als nicht rückzahlbarer Zuschuss zu den zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt.

Zuwendungsfähig sind die projektbezogenen Sach- und Personalausgaben nach Art. 25 Nr. 3 a), b), d) und e) AGVO. Darüber hinaus sind für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Mietausgaben und Mietnebenkosten bis zu 100 Prozent zuwendungsfähig, wenn Räume des HOLM in Anspruch genommen werden.

Beträgt die Zuwendung einer oder eines Begünstigten bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, sind direkte Personalausgaben für im Vorhaben tätige Personen bis zur Höhe von 120 Prozent des Betrages zuwendungsfähig, der für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Entgeltgruppe E 15 als durchschnittliche Personalkosten ohne Arbeitsplatzkosten in der jeweils gültigen Personalkostentabelle für die Kostenberechnungen in der Verwaltung des Hessischen Ministeriums der Finanzen angegeben ist. Beträgt die Zuwendung mehr als 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben einer oder eines Begünstigten, gilt Nr. 1.3 der Anlage 2 zu den VV zu § 44 LHO.

Der Nachweis erfolgt durch unterschriebene Stundenaufzeichnungen, Vorlage der Anstellungsverträge, Lohnjournale oder gleichwertige Aufzeichnungen.

Für die Förderung von Universitäten, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen gelten folgende Höchstgrenzen:

  • bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei der Grundlagenforschung. Bei allen anderen Hochschulen, die Projekte ohne Unternehmensbeteiligung beantragen, können ausnahmsweise aufgrund ihrer vorwiegenden Lehrtätigkeit bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden,
  • bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei der industriellen Forschung,
  • bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei der experimentellen Entwicklung.

Die Kumulation mit Fördermitteln Dritter ist zulässig, jedoch gelten die genannten Obergrenzen von 90 Prozent beziehungsweise 100 Prozent, 50 Prozent und 25 Prozent für die Summe der gewährten Fördermittel aus öffentlichen Haushalten.

Bei Förderung von Universitäten und Hochschulen erfolgt der Zuschuss aus Mitteln des Landes im Wege einer Zuweisung nach § 34 LHO (siehe Teil III A. Nr. 8.).

Soweit die Gewährung einer Zuwendung europäisches Beihilferecht berührt, muss die Bemessung der jeweiligen Förderquote die Regelung über Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation in Art. 25 der AGVO berücksichtigen.

Die Höhe der Zuwendung beträgt maximal 250.000 Euro je Projekt.

2.5. Verfahren

Das Antrags- und Entscheidungsverfahren ist zweistufig gestaltet. Die Antragstellung kann jederzeit erfolgen.

Der HOLM GmbH sind die Unterlagen in schriftlicher und elektronischer Form in deutscher Sprache und als PDF-Dokument vorzulegen. Die Adresse lautet:

House of Logistics & Mobility GmbH
Bessie-Coleman-Straße 7
60549 Frankfurt am Main
E-Mail: innovationsfoerderung@frankfurt-holm.de
http://www.frankfurt-holm.de/innovationsfoerderung

Stufe 1: Einreichung und Auswahl von Projektskizzen

Der HOLM GmbH ist ein bis zu fünfseitiges Konzept zur allgemeinen Darstellung des beantragten Projektes vorzulegen. Die Projektskizze soll einem Thema der HOLM-Forschungsagenda entsprechen.

Die Projektskizze hat belastbare und aussagekräftige Informationen zu folgenden Punkten zu beinhalten:

  • Name des Projekts,
  • Angaben zur Antragstellerin oder zum Antragsteller und den Projektpartnern,
  • Inhaltliche Darstellung des Projekts,
  • Begründung des Innovations- und Exzellenzprofils des Projektes,
  • Ausgaben- und Finanzierungsplan,
  • Ressourcenplanung der beteiligten Akteure (Planung der Gesamtausgaben einschließlich der Darstellung der Eigenmittel, auch jeweils auf Kalenderjahre aufgeschlüsselt),
  • Ausgangssituation, Stand der Technik, Bedarf nach neuen Lösungen, Patentrecherche,
  • Technologische Beschreibung des zu entwickelnden Produkts oder Prozesses, Innovationsgrad des Projekts, Begründung der Notwendigkeit der Zuwendung,
  • Erwartungen an das Projektziel,
  • Projektdauer, Meilensteinplanung,
  • Stärken-Schwächen-Analyse.

Aus der Vorlage einer Projektskizze kann kein Rechtsanspruch auf eine Förderung abgeleitet werden.

Ein Anspruch auf Rücksendung einer eingereichten Projektskizze besteht nicht.

Die HOLM GmbH prüft nach Antragseingang, ob die Vorgaben nach Teil II Nr. 2.2 und Nr. 2.3 erfüllt sind. Sie prüft zudem, ob das vorgelegte Thema der jeweils gültigen HOLM-Forschungsagenda entspricht.

Stufe 2: Vorlage förmlicher Förderanträge:

Antragsteller positiv bewerteter Projektskizzen werden von der HOLM GmbH aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

Dieser Förderantrag muss folgende Angaben enthalten:

  • Beschreibung des Vorhabens und der Innovation,
  • Projektbeginn und Projektlaufzeit,
  • Marktanalyse, Beschreibung des Vorhabens,
  • Angaben zum Projektkonsortium (Prozess der Partnerauswahl, Qualifikationen, Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Leistungen, Verteilung entstehender Schutzrechte),
  • Zahl der erwarteten Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter,
  • Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken-Analyse, -Kommunikationsmaßnahmen,
  • Umfang der beantragten Förderung gemäß der hier festgelegten Bedingungen,
  • Angaben zu beantragten oder bereits bewilligten Zuwendungen anderer öffentlicher Haushalte,
  • Erklärung zur Rechtmäßigkeit der Angaben und Hinweis auf § 264 StGB (Subventionserheblichkeit).

Nach Eingang der förmlichen Förderanträge prüft ab dem 1. Januar 2017 abweichend von Teil I Nr. 5.2 die HA Hessen Agentur GmbH als bewilligende Stelle in Zusammenarbeit mit der HOLM GmbH die eingereichten Projekte, ob sie einen Beitrag dazu leisten, den Stand der Forschung oder den Stand der Technik auf dem jeweiligen Gebiet voranzubringen.

Wenn der Zuwendungsbetrag 100.000 Euro übersteigt, ist seitens der bewilligenden Stelle ein externes Gutachten einzuholen, das dem Entscheidungsgremium vorgelegt wird. Um die unabhängige Bewertung eines Antrags zu gewährleisten, dürfen keine Angehörigen von Hochschulen und Unternehmen, die an einem Projekt als Partner beteiligt sind, als Gutachter für das Projekt tätig werden. Projekte, in denen die Antragstellerin oder der Antragsteller einen erheblichen Eigenanteil der Projektkosten trägt, werden bevorzugt gefördert.

2.6. Bewilligung, Verwendungsnachweis, Weiterleitung

Zuwendungsbescheide erteilt das HMWEVL oder die bewilligende Stelle. Spätestens sechs Monate nach Projektabschluss erhält die bewilligende Stelle einen Sachbericht und Verwendungsnachweis über das abgeschlossene Projekt, dessen Umfang sich nach Projektgröße und -inhalt richtet.

Nach Prüfung durch die HOLM GmbH wird der Sachbericht und der Verwendungsnachweis einschließlich fachlicher Stellungnahme der HOLM GmbH an die bewilligende Stelle zur verwaltungsmäßigen Prüfung weitergeleitet.

Eine Weiterleitung der Mittel an das im Kooperationsprojekt beteiligte Unternehmen ist möglich; vergleiche V V Nr. 12 zu § 44 LHO. Die Projektergebnisse verbleiben im geistigen Eigentum der Antragstellerin oder des Antragstellers; eine Verwertung durch die HOLM GmbH erfolgt nicht.

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