Förderprogramm

Außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote in Coronazeiten im Jahr 2020 – Bildungs- und Erziehungsangebote an allgemeinbildenden Schulen

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Corona-Hilfe, Gesundheit & Soziales, Aus- & Weiterbildung
Fördergebiet:
Nordrhein-Westfalen
Förderberechtigte:
Bildungseinrichtung, Kommune, Verband/Vereinigung
Ansprechpunkt:

zuständige Bezirksregierung Nordrhein-Westfalen

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie Angebote planen, um an allgemeinbildenden Schulen coronabedingte Rückstände wettzumachen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

Volltext

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Sie in der Arbeit an Ihrer Schule, wenn Sie durch außerschulische Maßnahmen und Ferienprogramme pandemiebedingte Lernlücken schließen wollen.

Die Förderung erhalten Sie für außerschulische Bildungs- und Erziehungsangebote für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1 bis 10 an allen allgemeinen Schulen sowie Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.

Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.

Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 80 Prozent der entstehenden Personal- und Sachausgaben in Höhe von täglich EUR 500,00 pro Gruppe.

Ihren Antrag richten Sie bitte an die zuständige Bezirksregierung.

Zusatzinfos 

Fristen

Reichen Sie Ihren Antrag bitte bis zum 31.12.2020 ein.

rechtliche Voraussetzungen

Die Förderung von außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangebote an allgemeinbildenden Schulen ist an bestimmte Bedingungen geknüpft:

Antragsberechtigt sind

  • Gemeinden, Gemeindeverbände und Zweckverbände,
  • Landschaftsverbände in ihrer Funktion als Träger öffentlicher Schulen und Träger genehmigter Ersatzschulen sowie
  • anerkannte Träger der freien Jugendhilfe.

Sie müssen die Bildungs- und Erziehungsangebote als außerschulische Veranstaltungen durchführen.

Sie müssen die Teilnahme für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen ermöglichen, auch für solche mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.

Für die Durchführung der Angebote müssen Sie qualifiziertes Personal bereitstellen.

Ihr Angebot muss an mindestens einem Tag für 6 Zeitstunden pro Tag stattfinden, gegebenenfalls auch an Wochenenden.

Sie müssen die Teilnahme kostenlos anbieten.

Sie müssen einen Eigenanteil von mindestens 20 Prozent erbringen.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Richtlinie über die Förderung von außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten in Coronazeiten im Jahr 2020 – Bildungs- und Erziehungsangebote für Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen

Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung – 323 – 6.08.01.01 – 158177–
vom 16.09.2020

1 Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

1.1 Gefördert werden ab dem 10. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 durchgeführte außerschulische Bildungs- und Erziehungsangebote, um in den Jahrgängen 1 bis 10 Schülerinnen und Schülern an allgemeinen Schulen sowie Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung das Aufholen von coronabedingter Benachteiligung zu ermöglichen.

1.2 Das Land gewährt nach Maßgabe dieser Richtlinie und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 LHO in der jeweils geltenden Fassung Zuwendungen für die Durchführung von Bildungs- und Erziehungsangeboten an allgemeinbildenden Schulen ab dem 10. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Ein Anspruch der Antragstellerin oder des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht, vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

2 Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Bildungs- und Erziehungsangebote für Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulformen der Jahrgangsstufen 1 bis10.

3 Zuwendungsempfängerin oder Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfängerin oder Zuwendungsempfänger sind Gemeinden, Gemeindeverbände und Zweckverbände sowie Landschaftsverbände in ihrer Funktion als Träger öffentlicher Schulen, Träger genehmigter Ersatzschulen. sowie anerkannte Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII.

4 Zuwendungsvoraussetzung

4.1 Die Bewilligung der Zuwendung kann nur unter den folgenden Voraussetzungen erfolgen:

a. Die Bildungs- und Erziehungsangebote werden als außerschulische Veranstaltungen durchgeführt. Sie finden an Schulen, außerschulischen Lernorten oder anderen für die Durchführung von pädagogisch ausgerichteten Gruppenangeboten geeigneten Orten (z.B. sonstige Räume der Schulträger oder der anerkannten Träger der freien Jugendhilfe) statt. Die Zustimmung des Nutzungsberechtigten dieser Räume ist durch die Zuwendungsempfängerin bzw. den Zuwendungsempfänger einzuholen.

b. An den Angeboten können Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen teilnehmen, auch solche mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Dabei können die Gruppen auch aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen, Schulformen und Jahrgänge zusammengesetzt sein, sollte dies aus pädagogischen oder didaktischen Gründen sinnvoll erscheinen. Ebenso möglich sind Gruppenangebote mit einem thematischen Schwerpunkt oder einer Festlegung auf bestimmte Schulformen, Schulstufen oder bestimmte Jahrgangsstufen. Die Gruppengröße beträgt 8 bis 15 Teilnehmende. Die Betreuung pro Gruppe soll grundsätzlich durch zwei Personen stattfinden. Sollten an einem Standort mehrere Gruppen eingerichtet werden, kann von diesem Grundsatz abgewichen werden, solange am Standort eine übergeordnete Aufsicht durch pädagogisch qualifiziertes Personal gewährleistet ist.

c. Für die Durchführung der Angebote können folgende Personen eingesetzt werden:

  • Personen mit einer pädagogischen, sozialpädagogischen oder vergleichbaren Qualifikation
  • Personen, die bereits zur Durchführung von Ganztagsangeboten oder zur Durchführung von außerunterrichtlichen Tätigkeiten in Schule bei einem Träger angestellt sind/waren
  • Lehrkräfte und Lehrkräfte im Ruhestand
  • Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter
  • Studierende pädagogisch ausgerichteter Studiengänge
  • Fachlich geeignete Honorarkräfte mit nachgewiesenen Erfahrungen in vergleichbaren Angeboten (ggf. auch Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge)
  • Geeignete Personen mit Erfahrungen in vergleichbaren Angeboten als Ehrenamtliche

d. Die Angebote finden an mindestens einem Tag für sechs Zeitstunden pro Tag statt. Hierbei sind auch Angebote an Wochenenden möglich.

e. Es können Elemente von verschiedenen Bildungs- und Erziehungsangeboten (z.B. Angebote zum sozialen, motorischen und sprachlichen Lernen sowie Betreuungs- und Freizeitangebote) unterbreitet werden. Sie können mit dem Einsatz digitaler Medien ergänzt werden, sofern vor Ort die Voraussetzungen hierfür vorhanden sind. Bei der Durchführung kann der Gruppenverbund zeitweise aufgelöst werden, wenn eine hinreichende Betreuung aller teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sichergestellt ist.

f. Die Teilnahme an dem Angebot ist für die Schülerinnen und Schüler kostenlos. Den Schülerinnen und Schülern wird im Rahmen einer Mittagspause die Einnahme eines täglichen Mittagessens ermöglicht. Eine Mittagsverpflegung kann bereitgestellt werden. Die Erhebung eines Beitrags für die Mittagsverpflegung ist zulässig, sofern die Eltern ein bereitgestelltes Mittagessen für ihre Kinder in Anspruch nehmen möchten.

4.2 Abweichend von Nr. 1.3 VV/VVG zu § 44 LHO kann ausnahmsweise die Förderung von Vorhaben bewilligt werden, die bereits begonnen worden sind. Unabhängig davon wird durch diese Ausnahmegenehmigung nach Nr. 1.3.2 VV/VVG zu § 44 LHO kein Anspruch auf eine spätere Förderung begründet.

5 Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

5.1 Zuwendungsart
Projektförderung

5.2 Finanzierungsart
Anteilfinanzierung

5.3 Form der Zuwendung
Zuweisung/Zuschuss

5.4 Bemessungsgrundlage

5.4.1 Zuwendungsfähige Gesamtausgaben sind die entstehenden Personal- und Sachausgaben in Höhe von 500 Euro pro Gruppe pro Tag.

5.4.2 Gefördert werden bis zu 80 vom Hundert der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Mindestens 20 vom Hundert der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben sind als Eigenanteil zu erbringen.

6 Sonstige Zuwendungsbestimmungen

Die Weiterleitung der Zuwendung an Dritte wird zugelassen, soweit die Empfänger mit der Durchführung der Angebote unmittelbar beauftragt sind. Die Vorgaben gemäß Nr. 12 VV/VVG zu § 44 LHO sind im Zuwendungsbescheid darzulegen.

7 Verfahren

7.1 Antragsverfahren

Anträge auf Gewährung von Zuwendungen nach dieser Richtlinie sind bei der Bewilligungsbehörde unter Verwendung des Musters in Anlage 1 zu stellen.

7.2 Bewilligungsverfahren

Bewilligungsbehörde ist die jeweils örtlich zuständige Bezirksregierung.

Sie bewilligt eine Zuwendung nach pflichtgemäßem Ermessen unter Verwendung des Musters gemäß Anlage 2.

7.3 Auszahlungsverfahren

Die Auszahlung der bewilligten Fördermittel erfolgt ohne gesonderte Anforderung nach Bestandskraft des Zuwendungsbescheids. Gemäß Nummer 1.4 der ANBest-P und ANBest-G ist die Zuwendung alsbaldig (innerhalb von zwei Monaten) zu verbrauchen.

7.4 Nachweis der Verwendung

Verwendungsnachweise sind der Bewilligungsbehörde nach dem Muster der Anlage 3 bis zwei Monate nach Abschluss der Maßnahme vorzulegen.

7.5 Zu beachtende Vorschriften

Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die VV/VVG zu § 44 LHO, soweit nicht in den Förderrichtlinien Abweichungen zugelassen worden sind.

8 In-Kraft-Treten

Diese Richtlinie tritt am Tag nach der Bekanntgabe in Kraft und am 31. Dezember 2020 außer Kraft.

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