Förderprogramm

Beschäftigtentransfer (Förderung von Transfergesellschaften)

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Arbeit, Beratung, Unternehmensfinanzierung
Fördergebiet:
Nordrhein-Westfalen
Förderberechtigte:
Unternehmen
Fördergeber:

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Ansprechpunkt:

Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH – G.I.B.

Im Blankenfeld 4

46238 Bottrop

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie als kleines oder mittleres Unternehmen Personal abbauen müssen und die Gründung einer Transfergesellschaft planen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

Volltext

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert zusätzlich zur Förderung der Arbeitsagentur Personalkosten für Personen für Beratung und flankierende Tätigkeiten im Rahmen einer Transfergesellschaft.

Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.

Die Höhe der Förderung beträgt

  • EUR 5.904 pro Stelle und Monat für Beratungsfachkräfte,
  • EUR 5.448 pro Stelle und Monat für Personal für flankierende Tätigkeiten.

Die Förderung ist auf 12 Monate begrenzt.

Das Antragsverfahren ist zweistufig. In der 1. Stufe führt die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH – G.I.B. gemeinsam mit der Regionalagentur, dem Transferträger, dem abgebenden Unternehmen und der Arbeitsagentur vor Antragstellung ein Erstgespräch.

In der 2. Stufe erfolgen die Antragstellung und Beratung über die zuständige Regionalagentur. Die Bewilligung erfolgt durch die zuständige Bezirksregierung.

Zusatzinfos 

rechtliche Voraussetzungen

Der Zuschuss im Programm „Beschäftigtentransfer (Förderung von Transfergesellschaften)“ ist an folgende Bedingungen geknüpft:

Antragsberechtigt sind:

  • kleine und mittlere Unternehmen,
  • Unternehmen, die insolvent oder von Insolvenz bedroht sind,
  • in Einzelfällen auch Unternehmen, die sich nachweislich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden und für die Region eine besondere arbeitsmarktpolitische Bedeutung besitzen.

Im Unternehmen gibt es Beschäftigte, die durch Personalabbau bedroht sind.

Sie haben einen Transfersozialplan abgeschlossen.

Spätestens 4 Wochen nach Maßnahmebeginn legt der Transferträger ein vermittlungsorientiertes Projektkonzept vor.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Merkblatt zur Beantragung der NRW-Landesförderung bei Transfergesellschaften

Stand: Januar 2020

Fördergrundsätze

Zusätzlich zur Förderung der Agentur für Arbeit kann das Land NRW Beratung und flankierende Tätigkeiten – sogenannte Overheadkosten – im Rahmen einer Transfergesellschaft für max. 12 Monate fördern.

  • Transfergesellschaften können für Unternehmen gefördert werden, die den EU-Kriterien für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) entsprechen.

  • (<< 250 MA, Jahresbilanzsumme max. 43 Mio. EUR oder Jahresumsatz max. 50 Mio. EUR, selbständige Unternehmen).

  • Transfergesellschaften für Unternehmen, die nicht diesen Kriterien entsprechen, können gefördert werden, wenn das Unternehmen insolvent oder von Insolvenz bedroht ist (entsprechende Nachweise sind zu erbringen).

  • Zusätzlich gefördert werden können in Einzelfällen nach Absprache mit dem MAGS Unternehmen, die im Sinne der EU ein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind und die für die Region eine besondere arbeitsmarktliche Bedeutung haben (entsprechende Nachweise sind zu erbringen).

Eine Förderung kann nur erfolgen, wenn für den Fördergegenstand nicht gleichzeitig Mittel vom abgebenden Unternehmen gezahlt werden.

Der Förderzeitraum orientiert sich an der individuellen Laufzeit der Transferbeschäftigten. Die Förderhöchstdauer beträgt 12 Monate.

Aus dem der Transfergesellschaft zugrunde liegenden Sozialplan muss hervorgehen, dass eine Landesförderung für das Zustandekommen der Transfergesellschaft notwendig ist.

Eine Bescheinigung in Steuersachen ist beizubringen.

Förderumfang

Die Förderung erfolgt als pauschale Anteilsfinanzierung von Personal- inkl. Sachkosten.

  • Beratungsfachkraft (herausgehobene Projektmitarbeit): 70.848 EUR p.A. (80% von 88.560 EUR)

  • Schlüssel 1:40 empfohlen

  • Personal für flankierende Tätigkeiten (Projektmitarbeit): 65.376 EUR p.A. (80% von 81.720 EUR)

  • Schlüssel 1:60 empfohlen

Förderverfahren

  • Vor Antragstellung führt die G.I.B. gemeinsam mit der Regionalagentur, dem Transferträger, dem abgebenden Unternehmen und der Arbeitsagentur ein Erstgespräch zu den Zielen und Inhalten der geplanten Transfergesellschaft

  • Antragstellung und formale Beratung erfolgt über die zuständige Regionalagentur

  • Stellungnahme der G.I.B.

  • Förderentscheidung durch das Arbeitsministerium NRW

  • Bewilligung durch die zuständige Bezirksregierung

  • Das vermittlungsorientierte Projektkonzept der G.I.B. muss vom Transferträger spätestens vier Wochen nach Maßnahmebeginn der Regionalagentur, der G.I.B. und der Bezirksregierung vorgelegt werden. Vorher erfolgt keine Auszahlung des Förderbetrages.

  • Zur Hälfte der Projektlaufzeit führt die G.I.B. gemeinsam mit der Regionalagentur, der Bezirksregierung und der zuständigen Arbeitsagentur ein „Halbzeit”-Auswertungsgespräch. Nach Beendigung des Projektes legt der Transferträger einen Abschlussbericht vor. Die Projektergebnisse werden in einem Abschlussgespräch mit der G.I.B., der Regionalagentur, der Bezirksregierung und der zuständigen Arbeitsagentur bilanziert.

Kontakt

Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH, www.gib.nrw.de

Katja Nink, Tel. (0 20 41) 7 67-3 07, k.nink@gib.nrw.de, Nicole van Lieshaut, Tel. (0 20 41) 7 67-1 02, n.vanlieshaut@gib.nrw.de

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