Kurztext
Wenn Sie Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen auf Waldflächen in Nordrhein-Westfalen durchführen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.
Volltext
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Sie bei Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen auf Waldflächen.
Sie erhalten die Förderung für
- die Räumung von Kalamitätsflächen nach Extremwetterereignissen,
- insektizidfreie Waldschutzmaßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung von Schadorganismen sowie Maßnahmen zur Sicherung von Waldökosystemen,
- Holzlagerplätze (Nass- und Trockenlager),
- die Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen sowie
- die Anlage und Erweiterung von Feuerlöschteichen und Löschwasserentnahmestellen zur Prävention und Bekämpfung von Waldbränden.
Außerdem können Sie ein Wiederbewaldungsprämie zur Einleitung oder Ergänzung der Wiederbewaldung durch Pflanzung standortgerechter Baumarten erhalten.
Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.
Der Zuschuss wird je nach Vorhaben als Festbetrags- oder Anteilsfinanzierung gewährt. Bei der Anteilsfinanzierung beträgt die Höhe des Zuschusses normalerweise 80 % der förderfähigen Ausgaben.
Ihr Zuschuss beträgt maximal 50.000 EUR pro Jahr. Bei forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen gilt diese Höchstgrenze für jedes einzelne Mitglied. Die Förderhöchstgrenze von 50.000 EUR pro Jahr gilt nicht für Maßnahmen zur forstfachlichen Vorbereitung, Leitung und Koordinierung bei der Beseitigung von Gefahren durch Kalamitätsholz, für erforderliche Baustellenabsicherungen sowie für die Förderung von Holzlagerplätzen.
Für Waldgenossenschaften nach dem Gemeinschaftswaldgesetz erhöht sich die Förderhöchstgrenze um 2.500 EUR je angefangene 50 Hektar Mitgliedsfläche.
Die Bagatellgrenze beträgt
- 1.000 EUR bei Maßnahmen im Privatwald, bei forstlichen Zusammenschlüssen und anerkannten Religionsgemeinschaften,
- 12.500 EUR bei Maßnahmen im Kommunalwald.