Förderprogramm

Förderung der nachhaltigen Mobilität im Saarland (NMOB) – On Demand

Förderprogramm aktiv, Antragstellung nicht mehr möglich

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Infrastruktur, Mobilität, Smart Cities & Regionen
Fördergebiet:
Saarland
Förderberechtigte:
Kommune, Öffentliche Einrichtung
Fördergeber:

Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz

Ansprechpunkt:

Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz

Referat F/6

Keplerstraße 18

66117 Saarbrücken

Weiterführende Links:
Informationen zur Förderung On Demand (externer Link) Informationen zum Richtlinienpaket NMOB (externer Link) Förderportal des Saarlands (externer Link)

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie im Rahmen eines Modellprojekts die Einführung von digitalbasierten Linienbedarfsverkehren planen, um das Verkehrsangebot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vor allem im ländlichen Raum des Saarlands zu verbessern, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss bekommen.

Volltext

Das Saarland unterstützt Sie im Rahmen der „nachhaltigen Mobilitätsstrategie“ (NMOB) bei Pilotprojekten zur Einführung von digitalbasierten Linienbedarfsverkehren (sogenannte On-Demand-Verkehre) im saarländischen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Sie bekommen die Förderung für

  • Entwicklung und Erarbeitung von Konzepten zur Finanzierung und zum Betrieb von Linienbedarfsverkehren,
  • Marketingmaßnahmen zur Etablierung von Linienbedarfsverkehren,
  • Betriebskostendefizite in der praktischen Umsetzung von Linienbedarfsverkehren.

Sie bekommen die Förderung als Zuschuss.

Die Höhe des Zuschusses ist insgesamt auf 500.000 EUR je Projekt begrenzt und beträgt für

  • die Entwicklung und Erarbeitung von Konzepten 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 30.000 EUR,
  • Marketingmaßnahmen 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 20.000 EUR,
  • Betriebskostendefizite für eine Dauer von höchstens 36 Monaten 65 % der zuwendungsfähigen Ausgaben im 1. Jahr, 55 % im 2. Jahr und 45 % im 3. Jahr

In Ausnahmefällen kann ein höherer Zuschuss von bis zu 700.000 EUR gewährt werden.

Zusatzinfos 

Verfahrensablauf

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

In der 1. Stufe reichen Sie Ihre Projektskizze bitte vor Beginn der zu fördernden Maßnahme im Rahmen von Förderaufrufen, die im Internet veröffentlicht werden, schriftlich oder digital beim zuständigen Ministerium ein.

Für Ihre positiv bewertete Projektskizze werden Sie in der 2. Stufe aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.

Hinweis: Die Antragstellung erfolgt in Zukunft ausschließlich digital über das Förderportal des Saarlandes (siehe weiterführende Links).

Fristen

Am 24.03.2026 wurde der 2. Förderaufruf im Rahmen einer Landespressekonferenz vorgestellt.

Aktuell können keine Projektskizzen oder Anträge eingereicht werden.

rechtliche Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind Aufgabenträger des ÖPNV mit Ausnahme des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) gemäß § 5 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr im Saarland (ÖPNVG).

Die Förderung ist an folgende Bedingungen geknüpft:

  • Ihre geförderten Verkehre müssen nach § 44 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) genehmigungsfähig sein.
  • Es muss die Möglichkeit der Bündelung von Fahrtwünschen gegeben sein.
  • Ihre Verkehre müssen
    • einen Beitrag zur Verbesserung der Alltagsmobilität der Bürger oder zur Erreichbarkeit von Points of Interest des Einkaufs-, Freizeit- und Tourismusverkehrs leisten,
    • der Verdichtung beziehungsweise Verbesserung von Verkehrsangeboten im ÖPNV dienen.
  • Bei der Preisgestaltung für den geförderten Linienbedarfsverkehr sind die Tarifbestimmungen des saarVV zu beachten.
  • Die geförderten Linienbedarfsverkehre müssen unter der saarVV-Dachmarke „flitsaar“ verkehren.
  • Ihr On-Demand-Angebot muss digital buchbar sein. Die zentral durch den Zweckverband Personennahverkehr (ZPS) administrierte Distributionssoftware für die Linienbedarfsverkehre ist zwingend zu verwenden.
  • Ihre Linienbedarfsverkehre müssen in Übereinstimmung mit bestehenden Nahverkehrsplänen stehen.
  • Ihr Angebot muss für mobilitätseingeschränkte Personen verfügbar sein. Für den Linienbedarfsverkehr müssen Sie barrierefreie Fahrzeuge einsetzen. Es muss die Möglichkeit zur Mitnahme von klappbaren Rollstühlen und Kinderwagen gegeben sein; Babyschalen und altersgerechte Kindersitze gemäß ECE-R 129 Norm sind als Buchungsoption anzubieten.
  • Es muss eine Abstimmung mit den Anbietern des bestehenden Mobilitätsangebots vor Ort stattfinden, insbesondere auch mit dem Taxigewerbe.
  • Im Rahmen der Evaluation beziehungsweise Begleitforschung durch das Land sind die geforderten Daten zu erheben und dem Fördermittelgeber zur Verfügung zu stellen.

Rechtsgrundlage

Service
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