Förderprogramm

Förderung von Wissenstransfer- und Informationsmaßnahmen in der Agrarwirtschaft

Förderart:
Zuschuss
Förderbereich:
Aus- & Weiterbildung
Fördergebiet:
Schleswig-Holstein
Förderberechtigte:
Bildungseinrichtung
Ansprechpunkt:

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND)

Mercatorstraße 3

24106 Kiel

Kurzzusammenfassung

Kurztext

Wenn Sie Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen anbieten, die sich an Personen richten, die in der Agrarwirtschaft (einschließlich Gartenbau, Fischerei, Imkerei) tätig sind, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss erhalten.

Volltext

Das Land Schleswig- Holstein unterstützt Sie bei der Durchführung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen in der Agrarwirtschaft.

Sie erhalten die Förderung vor allem für Seminare, Fachtagungen, Arbeitskreise, Workshops, Coaching, Lehrfahrten sowie Betriebsbesichtigungen.

Sie erhalten die Förderung als Zuschuss.

Die Höhe des Zuschusses kann bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten betragen.

Anträge richten Sie bitte jeweils bis zum 15.11. eines Jahres für das folgende Jahr an das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung.

Zusatzinfos 

rechtliche Voraussetzungen

Die Förderung von Wissenstransfer- und Informationsmaßnahmen in der Agrarwirtschaft ist an bestimmte Bedingungen geknüpft:

Empfänger der Zuwendungen sind Sie als Bildungsträger in Schleswig-Holstein.

Zielgruppen Ihrer Weiterbildungsveranstaltungen sind in der Agrarwirtschaft tätige Personen, vor allem

  • Arbeitnehmer,
  • geringfügig Beschäftigte,
  • Auszubildende,
  • Arbeitslose,
  • Betriebsleiter,
  • Hofnachfolger,
  • mithelfende Familienangehörige sowie
  • landwirtschaftliche Berater.

Als antragstellender Bildungsträger müssen Sie eine langjährige Erfahrung bei der Durchführung beruflicher Weiterbildung im Agrarbereich nachweisen. Außerdem müssen Sie über eine flächendeckende Präsenz in Schleswig-Holstein, ausreichende räumliche und technische Schulungsmöglichkeiten sowie qualifiziertes Personal verfügen.

Die Teilnehmenden müssen in der Agrarwirtschaft in Schleswig-Holstein tätig sein oder ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben.

Die Veranstaltung darf vor Antragstellung noch nicht begonnen haben.

Rechtsgrundlage

Richtlinie

Richtlinien über die Gewährung einer Förderung von Wissenstransfer- und Informationsmaßnahmen gemäß ELER-Verordnung 1305/2013

GI.Nr. 6608.25
Bekanntmachung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume [*] vom 8. Oktober 2014 – V 122 –

Im Einvernehmen mit dem Finanzministerium wird folgende Richtlinie erlassen:

1 Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage

1.1 Das Land Schleswig-Holstein gewährt auf der Grundlage des Artikels 14 der Verordnung (EU) Nummer 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), des Zukunftsprogramms Ländlicher Raum (ZPLR) Schleswig-Holstein sowie nach Maßgabe dieser Richtlinien und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 Landeshaushaltsordnung (LHO) Zuwendungen zur Förderung von zielgruppenspezifischen Wissenstransfer- und Informationsmaßnahmen, im Folgenden Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen genannt.

Die Veranstaltungen leisten insbesondere einen Beitrag zur

  • Verbesserung der allgemeinen, produktionstechnischen und ökonomischen beruflichen Qualifikation von mit land-, agrarservice-, gartenbau-, fischerei-, imkerei- oder forstwirtschaftlichen Tätigkeiten befassten Personen sowie zu ihrer Umstellung auf andere Tätigkeiten und zur Deckung des Fachkräftebedarfes,
  • Vermittlung von Qualifikationen, die benötigt werden, um einen wirtschaftlich lebensfähigen Betrieb leiten zu können,
  • Sensibilisierung für ein umweltbewusstes Verhalten und Anwendung von Produktionsverfahren, die den Belangen der Landschaftserhaltung und der Landschaftsverbesserung, des Natur- und Umweltschutzes, des Gewässerschutzes, der Ressourceneffizienz, des Klimaschutzes, der Hygiene, der Tiergesundheit und des Pflanzenschutzes sowie der nachhaltigen Entwicklung verstärkt Rechnung tragen,
  • Neuausrichtung der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung und Vermarktung.

1.2 Ein Rechtsanspruch auf Gewährung der Zuwendungen besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens und verfügbarer Haushaltsmittel sowie auf Grund der Projektauswahlkriterien nach Ziffer 2.4 dieser Richtlinien.

2 Gegenstand der Förderung

2.1 Gefördert wird der Wissenstransfer durch zielgruppenspezifische Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie Informationsmaßnahmen für in der Land-, Ernährungs- oder Forstwirtschaft (Agrarwirtschaft) tätige Personen sowie für Landbewirtschafter und andere Wirtschaftsakteure, bei denen es sich um in ländlichen Gebieten tätige KMU handelt. Zu den förderungsfähigen Veranstaltungen zählen insbesondere halb-, ein- und mehrtägige Seminare, Fachtagungen, Arbeitskreise, Workshops, Coaching, Lehrfahrten, Betriebsbesichtigungen.

2.2 Nicht gefördert werden Maßnahmen, die Teile der normalen land-, ernährungs- oder forstwirtschaftlichen Berufsausbildung im Sekundarbereich oder höher sind sowie Maßnahmen, die bereits im Rahmen anderer Förderprogramme einschließlich Strukturfondsförderung gefördert werden.

2.3 Eine Förderung kann nur für solche Veranstaltungen erfolgen, mit denen vor Antragstellung noch nicht begonnen wurde. Eine Zustimmung zum vorzeitigen Beginn, die keinen Anspruch auf eine spätere Förderung begründet, kann in Ausnahmefällen unter Begründung des Erfordernisses schriftlich beantragt werden.

2.4 Gemäß Artikel 49 Absatz 1 ELER-VO sind Projektauswahlkriterien (PAK) zu definieren. Die Auswahlkriterien sollen die Gleichbehandlung der Antragsteller, eine bessere Nutzung der finanziellen Ressourcen und Ausrichtung der Maßnahmen im Einklang mit den EU-Prioritäten für die ländliche Entwicklung gewährleisten. Bei Antragstellung müssen daher mindestens Veranstaltungen aus fünf der ersten sechs unten genannten PAK angeboten werden und insgesamt mindestens 10 Punkte erreicht werden. Bei Mittelknappheit werden Veranstaltungen entsprechend der Priorisierung gefördert.

  • PAK 1: Veranstaltungen im Bereich Unternehmensführung/-entwicklung bzw. Management, Arbeitsorganisation, Unternehmenszukunft/Neue Geschäftsfelder. (1 Punkt)
  • PAK 2: Veranstaltungen im Bereich Tierhaltung, Tiergesundheit, Tierwohl für landwirtschaftliche Nutztiere. (2 Punkte)
  • PAK 3: Veranstaltungen im Bereich Umwelt- und Naturschutz, Pflanzenschutz, Gewässerschutz, Bodenschutz, Regenerative Energien. (2 Punkte)
  • PAK 4: Veranstaltungen im Bereich Pflanzenbau/Marktfruchtbau (Grünland, Ackerfutterbau, ökologischer Landbau etc.). (2 Punkte)
  • PAK 5: Veranstaltungen im Bereich Einkommenskombination, Frauen im Agrarbereich, Büroorganisation. (2 Punkte)
  • PAK 6: Veranstaltungen im Bereich der fachlichen Fortbildung von landwirtschaftlichen Beratern sowie Lehrpersonen der Fachrichtung Agrarwirtschaft hinsichtlich ihrer Multiplikatorenfunktion. (2 Punkte)
  • PAK 7: Veranstaltungen im Bereich Führungswissen, Vorsorge, Versicherung, Generationswechsel (inklusive Sozialkompetenz, Mediation etc.). (1 Punkt)
  • PAK 8: Veranstaltungen im Bereich Landtechnik. (1 Punkt)
  • PAK 9: Veranstaltungen im Bereich Gartenbau. (1 Punkt)
  • PAK 10: Veranstaltungen im Bereich Ernährungswirtschaft. (1 Punkt)
  • PAK 11: Veranstaltungen im Bereich Forst. (1 Punkt).

3 Zuwendungsempfängerinnen/ Zuwendungsempfänger

3.1 Zuwendungsempfängerinnen bzw. Zuwendungsempfänger können nur Bildungsanbieter/-träger mit nachgewiesener, langjähriger Kompetenz für die Durchführung beruflicher Weiterbildung im Agrarbereich sein, die eine flächendeckende Präsenz in Schleswig-Holstein durch mehrere Schulungsstandorte, ausreichende räumliche und technische Schulungsmöglichkeiten sowie qualifiziertes Personal, weiches regelmäßig Fortbildungen besucht, für die verschiedenen Fachthemen Landwirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Diversifizierung, Natur, Umwelt, Gewässerschutz, ökologischer Landbau, Klima, Energie, Tiergesundheit, Pflanzenschutz nachweisen können; Bildungsanbieter/-träger können zu diesem Zweck auch Kooperationen schließen.

3.2 Den in privaten Betrieben der Agrarwirtschaft haupt- oder nebenberuflich tätigen Personen sowie Landbewirtschaftern und anderen Wirtschaftsakteuren, bei denen es sich um in ländlichen Gebieten tätige KMU handelt, kommt die Zuwendung indirekt zu Gute, in dem sie bei Teilnahme an einer geförderten Veranstaltung nur den um den Förderbetrag verminderten Teilnehmerbeitrag zu tragen haben. Eine volle Kostenübernahme (100 Prozent-Förderung) bei Veranstaltungen zu Themen im öffentlichen Interesse ohne Teilnehmerbeitrag ist möglich.

3.3 Zur Agrarwirtschaft gehören auch der Gartenbau, die Fischerei und die Imkerei. Die Tätigkeit kann daher unter anderem in folgenden Betrieben ausgeübt werden:

  • Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, Fischerei, Imkerei, Forstbetriebsgemeinschaften, Landwirtschaftliche Lohnunternehmen, Betriebshilfsdienste und Maschinenringe,
  • Landwirtschaftliche Beratungsunternehmen, Beratungsringe,
  • Gewerbliche Nebenbetriebe land- und forstwirtschaftlicher Betriebe wie z.B. Beherbergung, Bewirtung, Vermarktung, Floristik, Energieerzeugung, Pensionstierhaltung.

3.4 Zur Zielgruppe der geförderten Veranstaltungen gehören insbesondere

  • Arbeitnehmer: Alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in oben aufgeführten Betrieben, unabhängig von der Tätigkeit und Position,
  • Geringfügig Beschäftigte, wenn das Beschäftigungsverhältnis auf Dauer angelegt ist,
  • Auszubildende, wenn die Weiterbildungsmaßnahme nicht Bestandteil der regulären Ausbildung ist,
  • Arbeitslose, die vorher in oben aufgeführten Betrieben tätig waren,
  • Betriebsleiter: Betriebsinhaber und Gesellschafter im Haupt- und Nebenerwerb und deren Ehepartner,
  • Hofnachfolger, mithelfende Familienangehörige (die in der Freizeit überwiegend auf dem Betrieb tätig sind),
  • Landwirtschaftliche Berater/Beraterinnen sowie Lehrpersonen in der Fachrichtung Agrarwirtschaft (ausschließlich hinsichtlich ihrer fachlichen Beratungstätigkeit/Multiplikatorenfunktion), die in Schleswig Holstein tätig sind oder ihren Wohnsitz haben.

4 Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

4.1 Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Anteilfinanzierung (bis zu 100 Prozent) in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.

4.2 Grundlagen für die Bemessung bilden die vor Durchführung der Veranstaltung im Rahmen des Ausschreibungs-, Antrags- und Bewilligungsverfahrens als angemessen und zuwendungsfähig anerkannten Kosten der Veranstaltungen. Der Bildungsanbieter/-träger legt der Bewilligungsbehörde (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) zu diesem Zweck rechtzeitig vor Durchführung entsprechender Veranstaltungen eine detaillierte Veranstaltungsbeschreibung zur Genehmigung vor, die insbesondere Auskunft über Inhalt/Ziel, Zielgruppe, Dauer, geplante Teilnehmerzahl, Termin, Ort, Veranstalter, Kosten, Kostenbeteiligung der Teilnehmer/des Bildungsanbieters/-trägers/Sonstiger, Gesamtfinanzierung gibt.

4.3 Die Höhe der Förderung beläuft sich auf bis zu 100 Prozent der vorab als förderfähig anerkannten Veranstaltungskosten. Von den Teilnehmern ist in der Regel eine Teilnahmegebühr zu erheben, welche die Summe der förderfähigen Gesamtkosten der Veranstaltung entsprechend vermindert. Lediglich bei Veranstaltungen mit Themen, für die vorab ein besonderes Landesinteresse (öffentliches Interesse) festgestellt wurde, kann die Teilnahmegebühr entfallen.

5 Sonstige Zuwendungsbestimmungen

5.1 Die Veranstaltungen sollen im Regelfall in Schleswig-Holstein stattfinden.

5.2 Die Mindestteilnehmerzahl beträgt bei geförderten ein- oder mehrtägigen Veranstaltungen grundsätzlich acht Personen. Bei geförderten halbtägigen Veranstaltungen (insbesondere Arbeitskreise, Workshops etc.) grundsätzlich fünf Personen. Auf begründeten Antrag kann die Bewilligungsbehörde Ausnahmen zulassen. Führen kurzfristige Absagen von bereits angemeldeten Teilnehmern zu einer Unterschreitung der Mindestteilnehmerzahlen, ist dies durch die verbindliche Anmeldung nachzuweisen.

5.3 Den Teilnehmern ist in der Regel jeweils ein Zertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung auszuhändigen. Über den Teilnahmebeitrag (Eigenanteil) ist den Teilnehmern zudem eine Rechnung auszustellen. Die Rechnung ist mit einem Hinweis zu versehen, dass die Teilnahme an der Veranstaltung aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein und der EU (ELER) gefördert wurde. Ein Duplikat der Rechnung ist beim Bildungsanbieter/-träger zu den Akten zu nehmen und für eventuelle Prüfungen bereit zu halten.

5.4 Die Fördermaßnahme unterliegt nach den Bestimmungen der ELER-VO einer laufenden Begleitung und Bewertung anhand spezifischer materieller und finanzieller Indikatoren. Der Zuwendungsempfänger verpflichtet sich daher, für die jährlichen Lageberichte jedem Mittelabruf die im Rahmen der Evaluierung des Förderprogramms konzipierten Teilnehmer- und Projekterfassungslisten beizufügen und am Jahresende in einer Gesamterfassungsliste an die Bewilligungsbehörde zu übersenden.

Die von der EU-Kommission festgelegten Indikatoren zur Evaluierung erfordern sowohl schriftliche Befragungen der Teilnehmer während eines Lehrganges (Fragebogen), als auch Ex-post Erhebungen bei den Teilnehmern.

Um diesen Berichtspflichten des Landes gegenüber der EU-Kommission ordnungsgemäß nachkommen zu können, verpflichtet sich der Zuwendungsempfänger von jedem Lehrgangsteilnehmer die entsprechenden Angaben bei Lehrgangsteilnahme schriftlich zu erheben und der Bewilligungsbehörde zur Verfügung zu stellen.

5.5 Der Zuwendungsempfänger ist verpflichtet, die jeweils geltenden Informations- und Publizitätsvorschriften der EU einzuhalten. Bei vom Zuwendungsempfänger veranlassten Pressemitteilungen oder im Falle sonstiger Publikationen ist der Zuwendungsempfänger verpflichtet darauf hinzuweisen, dass die Veranstaltungen mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Schleswig-Holstein gefördert werden.

5.6 Das EU-Recht verpflichtet die Mitgliedstaaten, im Interesse einer verbesserten Transparenz über alle gewährten Zuwendungen mindestens einmal jährlich ein Verzeichnis zu veröffentlichen, das Auskunft gibt über die einzelnen Begünstigten, die geförderten Vorhaben bzw. die Maßnahmen, aus denen die Zuwendungen gewährt wurden, sowie die Höhe der jeweils bereitgestellten öffentlichen Mittel.

5.7 Der Landesrechnungshof des Landes Schleswig-Holstein, der Bundesrechnungshof, der Europäische Rechnungshof, die Dienststellen der Europäischen Union, die Bescheinigende/Unabhängige Stelle beim Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein, das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein oder von diesen Beauftragte haben das Recht, die zielgerechte, effiziente und ordnungsgemäße Verwendung der Mittel durch Besichtigung vor Ort und durch Einsichtnahme in die Bücher, Belege und sonstigen Unterlagen zu prüfen und die notwendigen Erhebungen über die Wirksamkeit der Förderung durchzuführen.

6 Verfahren

6.1 Bewilligungsbehörde ist das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Mercatorstraße 3, 24106 Kiel.

6.2 Ein Antrag auf Förderung (Anlage) ist jeweils jährlich bis zum 15. November für das Folgejahr an die Bewilligungsbehörde zu richten.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • ein Gesamtkonzept bzw. eine Gesamtübersicht über alle geplanten Veranstaltungen/Jahresplanung/Veranstaltungskalender,
  • eine detaillierte Einzelveranstaltungsbeschreibung, die insbesondere Auskunft gibt über Inhalt/Ziel, Zielgruppe, Dauer, geplante Teilnehmerzahl, Termin, Ort, Veranstalter, Referenten, Kosten, Kostenbeteiligung der Teilnehmer, Kostenbeteiligung des Bildungsanbieters/-trägers, Kostenbeteiligung sonstiger Dritter, Gesamtfinanzierung.

Die Durchführung weiterer Veranstaltungen kann durch den geförderten Bildungsanbieter/-träger innerhalb des Bewilligungszeitraumes (Kalenderjahr) jederzeit zusätzlich beantragt werden.

6.3 Die Auszahlung der Mittel erfolgt im Wege der Erstattung. Mit jeder Mittelanforderung, die mehrmals im Jahr nach Abschluss einer Reihe von Veranstaltungen erfolgen kann, hat der Zuwendungsempfänger der Bewilligungsbehörde projektbezogene Erfassungslisten mit den dazugehörigen Teilnehmererfassungslisten und die entsprechende Seminarrechnung für jede Veranstaltung vorzulegen. In der Seminarrechnung sind die Gesamtkosten gegebenenfalls abzüglich des Eigenanteils der Teilnehmer und sonstiger Dritter jeweils separat auszuweisen. Rechnungen oder sonstige Belege, die die entstandenen Kosten je Veranstaltung nachweisen, sind beim Bildungsanbieter/-träger zu den Akten zu nehmen und für eine mögliche Prüfung bereitzuhalten. Mit der Vorlage der Gesamterfassungsliste am Jahresende ist der Verwendungsnachweis erbracht.

6.4 Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die Verwaltungsvorschriften zu § 44 LHO i.V.m. den §§ 116 bis 117a des Landesverwaltungsgesetzes, soweit nicht in diesen Richtlinien Abweichungen zugelassen sind sowie die Bestimmungen der Europäischen Union.

7 Inkrafttreten

Diese Richtlinien treten am 1. Januar 2015 in Kraft und sind befristet bis zum 31. Dezember 2020.

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