04.09.2020 Existenzgründung

Parlamentarische Staatssekretärin Winkelmeier-Becker verleiht den Preis „Digitales Start-up des Jahres 2020“

Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, hat heute die Preisträger des Digitalen Start-up des Jahres 2020 ausgezeichnet. Die vier Gewinner-Start-ups erhielten die Auszeichnung im Rahmen der IFA Next. Die Gründerinnen und Gründer erhalten Geldpreise in Höhe von insgesamt 110.000 Euro, um ihre Unternehmen weiterzuentwickeln.

Winkelmeier-Becker: „Mit dem Internet der Dinge, künstlicher Intelligenz und Audio-Streaming greifen die Preisträgerteams Kernthemen der Digitalisierung auf. Ihre Ideen tragen dazu bei, dass solche Schlüsseltechnologien schneller in unsere Lebenswelt Einzug halten. Sei es für eine bessere Diagnose von Krebserkrankungen, für eine sauberere Luft, als Werkzeug zum Aufbrechen von Datensilos oder als Beitrag für ein starkes Selbstbild von Frauen in unserer Gesellschaft. Besonders freut mich, dass wir in diesem Jahr neben hervorragenden Gründern auch hervorragende Gründerinnen auszeichnen können. Unser Ziel ist, das zukünftig mehr Frauen technologische Start-ups gründen und Vorbilder und Sichtbarkeit von Start-up-Gründerinnen sind dabei wichtige Faktoren.“

Mit dem Preis „Digitales Start-up des Jahres“ zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jährlich erfolgversprechende junge Digitalunternehmen aus den BMWi-Gründungsinitiativen aus, die sich bereits am Markt etabliert haben. Die Auszeichnung würdigt Start-ups, die ihre Gründungsideen in kurzer Zeit besonders erfolgreich umgesetzt haben und erfolgversprechende Konzepte für weiteres Wachstum verfolgen.

Die diesjährigen Preisträger sind:

1. Preis

Das Start-up Hawa Dawa will die Luftverschmutzung verringern, indem es die Luftqualität sichtbar macht – beispielsweise für Verantwortliche in Städten und Unternehmen. Die Lösung von Hawa Dawa erlaubt es erstmals, konsolidierte Daten zur Luftqualität in Echtzeit abzubilden und daraus verwertbare Informationen abzuleiten. Bei der Datenverarbeitung kommen neben modernster IoT- und Sensortechnologie auch KI und maschinelles Lernen zum Einsatz. Ziel des Start-ups ist es, Umweltdaten in Entscheidungsprozesse zu integrieren und somit saubere Luft für Städte, Unternehmen und Bürger zu ermöglichen.

2. Preis

Die Technologie von apheris AI ermöglicht es, Daten von mehreren Unternehmen gemeinsam auszuwerten und für das Trainieren intelligenter Algorithmen nutzbar zu machen – unter Wahrung des geistigen Eigentums und der Privatsphäre. Durch die Digitalisierung produzieren Unternehmen immer mehr Daten. Viele dieser Daten sind allein betrachtet nicht aussagekräftig. Zusammen mit Datensätzen aus anderen Unternehmen können sie jedoch für die Optimierung von Methoden des maschinellen Lernens eingesetzt werden. Apheris AI bietet eine technische Lösung, welche diese verteilten Daten unter Wahrung der Privatsphäre gemeinsam auswertet.

3. Preis

inveox bringt Automatisierung und Digitalisierung in die Krebsdiagnostik. Mithilfe von IoT-Hardware und -Software wird ein Teil des präanalytischen Prozesses – der Probeneingang in der Histopathologie – automatisiert. So werden Fehler, die beispielsweise durch Probenverwechslung oder Datenverlust verursacht werden, verringert. Mit der Software von inveox können Ärzte zudem alle Daten digital und sicher an die Pathologie übermitteln. Das System öffnet die Tür für Big Data, Bilderkennung, KI und maschinelles Lernen in Pathologielaboren.

Publikumspreis

Der zum zweiten Mal vergebene Publikumspreis ging an die Pink Internet GmbH. Fast 4.000 Teilnehmende stimmten zwei Wochen lang über die Video-Einsendungen von zwölf Start-ups ab. Darin mussten die Gründerinnen und Gründer in weniger als zwei Minuten von ihrer Geschäftsidee und Erfolgsgeschichte überzeugen.

Der Sieger Pink Internet hat mit femtasy die erste Streaming-Plattform für sinnliche Hörgeschichten für Frauen aufgebaut. Produziert werden Audios, die auf die Bedürfnisse der Frau angepasst sind. Die Audios werden in Zusammenarbeit mit rund 150 freien Autoren und Sprechern produziert, die für femtasy arbeiten.

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