06.11.2020 Energieforschung

Energieforschungsprogramm des BMWi fördert Stromnetz ohne Energieverluste

Heute geht das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützte Projekt „SuperLink“ an den Start. Das Projekt entwickelt ein sogenanntes Hochtemperatur-Supraleitungs-Kabel (HTSL), mit dem Strom unterirdisch ohne Energieverluste transportiert werden kann.

Staatssekretär Andreas Feicht: „Mit unserem Energieforschungsprogramm wollen wir Technologien weiterentwickeln, die zum energie- und kosteneffizienten Umbau unseres Energiesystems beitragen können. HTSL ist eine dieser Technologien. Hier haben innovative Unternehmen mit unserer Förderung einen langen Atem bewiesen: Schrittweise wurden zunächst konkurrenzfähige Fertigungsverfahren aufgebaut und dann energieeffiziente Anwendungen in Industrie und im Verteilnetz entwickelt. Jetzt wird mit dem Projekt SuperLink der nächste Schritt ins Hochspannungsnetz vollzogen werden.“

Die HTSL-Technologie ermöglicht bei Kühlung der speziellen Leiter mit flüssigem Stickstoff den Stromtransport ohne Energieverluste durch elektrischen Widerstand. Im urbanen Umfeld können durch die kompakten Abmessungen der HTSL-Kabel größere Strommengen übertragen und gleichzeitig aufwendige Erdarbeiten beim Ausbau der Stromnetze reduziert werden. Das Projekt wird von einem Konsortium aus Industrie und Forschung unter der Führung der Stadtwerke München, durchgeführt.

HTSL-Anwendungen sind nicht auf Stromnetze beschränkt. Im Industriesektor kann HTSL Energieverluste bei Hochstromanwendungen, etwa bei der Chlor-Elektrolyse, vermeiden, und auch beim Bau von großen Windkraftanlagen sind mit HTSL Leistungssteigerungen durch leichtere und kompaktere Generatoren möglich. Das BMWi fördert die Forschung zu HTSL mit rund 40 Millionen Euro über zehn Jahre.

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